„Es kehrt wieder Leben ein“, sagt Andrea Girz, Sales Managerin der zur Esterhazy-Gruppe gehörenden PAN.EVENT MICE. So wie sie freuen sich viele weitere Gastgeberinnen und Gastgeber unserer RTK Round Table Konferenzhotels und Eventlocations über den Restart der Tagungsbranche. Im dritten und letzten Teil unserer RTK-Serie führt unsere virtuelle Reise ins Burgenland, zum „Hotel des Glücks“ in Niederösterreich und – last but not least – zum Hotel Zeitgeist Vienna in Wien.

Es grünt so grün: Schloss Esterházy und PAN.EVENT MICE

Orangerie im Schlosspark Esterházy. Bild: ©Jerzy Bin

„Nessun dorma“ (Keiner schlafe) erklingt es in diesem Sommer bei den Aufführungen von Puccinis „Turandot“ im Steinbruch St. Margarethen. Dieser wird ebenso wie das barocke Schloss Esterházy und weitere Eventlocations  der Esterhazy-Gruppe von der dazu gehörenden PAN.EVENT MICE vermarktet. Und so wie der eingangs zitierte Titel der berühmten Opernarie als Leitmotiv für unsere höchst turbulente Zeit stehen könnte, treffen die Zeilen „Es grünt so grün“ aus dem Musical „My Fair Lady“ auf sämtliche zu Esterhazy gehörenden Veranstaltungszentren zu. Sie alle sind mit dem Umweltzeichen „Green Meetings & Green Events“ zertifiziert oder stehen kurz davor.

„Wir haben die Zeit des Lockdowns genutzt, um nach dem Schloss Esterházy und der Orangerie unsere weiteren Locations zertifizieren zu lassen. Mit der Burg Forchtenstein und dem Schloss Lackenbach stehen wir kurz vor dem Abschluss, das Kalandahaus und der Steinbruch St. Margarethen folgen demnächst“, berichtet Andrea Girz, Sales Managerin PAN.EVENT MICE. Für Veranstalterinnen und Veranstalter bedeutet dies, dass auch ihr Event mit dem Umweltzeichen „Green Meetings & Events“ zertifiziert werden kann.

„Das wird immer mehr ein Thema, und wir freuen uns sehr, dass wir unseren Kundinnen und Kunden bald in allen Locations diese Zertifizierung anbieten können“, erläutert Andrea Girz. Mit ihrem Team von PAN.EVENT MICE fungiert sie als Schnittstelle zwischen den einzelnen Locations und den jeweiligen VeranstalterInnen.


Andrea Girz, Sales Managerin PAN.EVENT MICE. Bild: ©Esterhazy SchulczLisa

Dabei übernimmt die Crew alles von der Konzeption bis zur Umsetzung, kümmert sich um Rahmenprogramme oder das Catering ebenso wie um Übernachtungsmöglichkeiten. Was letztere betrifft, können sich die Gäste auf ein neues 4*S Hotel in unmittelbarer Nachbarschaft vom Schloss Esterházy freuen.

Neues Hotel mit Konferenzzentrum: PAUL´S im Schlossquartier


Rendering Hotel PAUL´S im Schlossquartier. Bild: ©BWM, Wien

Errichtet wird das PAUL´S auf dem Gelände der ehemaligen Gebietskrankenkasse in Eisenstadt. Dort entsteht ein Hotel mit 118 Zimmern, Restaurant, Rooftop-Bar, Wellnessbereich und einem bis zu 300 Personen fassenden Konferenzzentrum.

Verantwortlich für das Interior Design und den Fassaden-Entwurf des Hauses zeichnen BWM Architekten. Eine wesentliche Rolle bei der Gestaltung spielt dabei die Natursteinfassade, gilt es doch, das Erscheinungsbild des Gebäudes harmonisch in das historische Ensemble des Schlossquartiers einzufügen. Auch im Inneren des multifunktionalen Komplexes herrschen vorrangig regionale Naturmaterialien wie Stein und Holz vor. Die Fertigstellung des neuen Hotels ist für das zweite Quartal 2022 geplant. Ein Musterzimmer kann auf Anfrage bereits jetzt besichtig werden.

Dass die Nachfrage groß sein wird, ist vorherzusehen. Verspüren doch das Schloss Esterházy und die weiteren MICE-Betriebe der Gruppe einen deutlichen Aufwind nach dem Lockdown. „Es kehrt wieder Leben ein“, freut sich Andrea Girz. „Zwar gibt es noch ein Zögern bei den Weihnachtsfeiern, stattdessen werden dafür Sommer- oder auch Oktoberfeste gerade sehr gern gebucht.“

Hier kann das Schlossquartier in Eisenstadt sowohl In- als auch Outdoor punkten. Vom prunkvollen Haydn-Saal des Schlosses Esterházy gelangen die Gäste über den Gartensaal direkt in den Schlosspark. Im vorgelagerten Portikus dürfen sie sich über einen traumhaften Blick auf die Anlage samt Leopoldinentempel freuen. Barockes Flair gepaart mit Leichtigkeit bietet die Orangerie im Park. Ebenso können das  dem Schloss gegenüberliegende Restaurant Henrici mit seinem Gastgarten und der Partnervinothek Selektion Burgenland für Festivitäten genutzt oder – je nach Art und  Größe der Veranstaltung – zu einem Gesamtpaket kombiniert werden. Neue Seminarpauschalen für Schloss Esterházy und Orangerie machen die Locations auch für kleinere Meetings attraktiv.

Kein Nebel im Waldviertel: Hotel des Glücks im Yspertal

Bild: ©Hotel des Glücks

Wenn Ö3 wieder einmal „Nebel im Waldviertel“ meldet, greift Ewald Haider schnurstracks zum Handy, macht ein Foto und postet es auf der Facebook-Seite des Radiosenders mit den Worten: „Kein Nebel im Waldviertel“. Der Chef des „Hotel des Glücks“ im Ort St. Oswald  im Yspertal signalisiert damit, dass man die verschiedenen Bezirke im 4.600 km² großen Waldviertel doch bitteschön nicht samt und sonders über einen Kamm scheren möge.

 „Wenn es neblig ist, dann in tieferen Lagen an der Donau oder im Norden. Aber doch nicht bei uns im südlichen Waldviertel auf 700 Meter Seehöhe. Da scheint oft die Sonne und Sie haben einen ungetrübten Blick auf 200 Kilometer Alpenpanorama, vom Dachstein bis zum Ötscher“, erklärt Ewald Haider und nennt damit gleich einen der Vorzüge seines Seminarhotels. Eingebettet in eine sanfte Hügellandschaft, umgeben von Obstbäumen und Wiesen bietet es genau jene Naturlandschaft, die KundInnen aus der Wirtschaft vielfach für Meetings und Tagungen suchen.

Zur Ruhe kommen, aufatmen und glücklich sein – wer danach strebt, wird im Hotel des Glücks genau die richtigen Voraussetzungen finden. Ewald und Petra Haider führen den Familienbetrieb in vierter Generation. Gemeinsam mit Tochter und Junior-Chefin Sophie sowie einem zehnköpfigen Team kümmern sie sich um die Gäste des Hauses, das auf eine jahrhundertelange Tradition zurückblicken kann. So wird die Entstehung des Gewölbekellers – heute der Weinkeller – auf 1450 geschätzt. Der älteste Teil des Gebäudes stammt aus dem Jahr 1667. Ein original erhaltener Tram (Holzbalken) mit der eingeschnitzten Jahreszahl erinnert an der Decke des Gastzimmers daran. Im Familienbesitz ist das Haus bereits seit knapp 130 Jahren.

Gastgeber Ewald und Petra Haider. Bild: ©Hotel des Glücks

Incentives vom Klettergarten bis zum Floßbauen

Als Seminarbetrieb hat das Hotel des Glücks bereits eine mehr als 25-jährige Tradition. Nach verschiedenen Erweiterungen und Adaptierungen verfügt das Haus heute über 30 Zimmer sowie vier Seminarräume von 40 bis 140 m², jeweils mit direktem Zugang zum großen Garten. Dass hier Outdoor-Seminare möglich sind, versteht sich. Zudem gibt es auch exklusive Incentives wie einen Klettergarten, der ausschließlich den Seminargästen zur Verfügung steht. Weiters werden zahlreiche Outdoorübungen im Hotelgarten, Wanderungen, Bogenschießen und Floßbauen angeboten.

Seit der Wiedereröffnung am 20. Mai erfreut sich das Hotel des Glücks einer ausgezeichneten Nachfrage: „Wir sind mit Seminaren sehr gut gebucht. Im Sommer ist es traditionsgemäß etwas weniger, aber auch mehr als in den Vorjahren. Und von Ende August bis Mitte Dezember haben wir kaum noch Lücken, außer zwei Wochen im November“, zieht Ewald Haider eine Zwischenbilanz.

Seminarraum. Bild: ©Hotel des Glücks

Die gute Buchungslage führt er neben dem großen Nachholbedarf vieler Unternehmen auf die durchgängige Erreichbarkeit während des Lockdowns zurück. So war Ewald Haider auch während der Sperre des Hotels stets verfügbar, nahm am Telefon persönlich geplante Stornierungen entgegen, die dann vielfach in Terminverschiebungen umgewandelt wurden. Auch jetzt im laufenden Betrieb ist von der Oma bis zu den beiden Söhnen, die noch in Ausbildung sind, immer mindestens ein Ansprechpartner von der Familie für die Gäste da.

Was es mit der Bezeichnung „Hotel des Glücks“ auf sich hat? Es war Ende der 90er Jahre, als sich das Gastgeberpaar Ewald und Petra Haider einem persönlichen Coaching unterzog. Das war die Geburtsstunde des neuen Namens. Seither wurde das Haus gemäß dem Motto konsequent und achtsam umgestaltet, so dass das Glück überall zu spüren ist – sei es durch entsprechende Symbole im Zimmernamen, Glücksbilder in den Gängen, spezielle Gewürze in den Speisen oder den „Weg des Glücks“ im Hotelgarten.

Bleibt noch die Frage offen, welche Wege zum Hotel des Glücks führen. „Man fährt auf der Westautobahn bis Ybbs, von dort ist man in 20 Minuten bei uns“, so Ewald Haider. Das Glück ist so nah …

Tagen im MEZZANIN, relaxen in der Pergola: Zeitgeist Vienna am Hauptbahnhof

Hotel Zeitgeist Vienna. Bild: ©Sandra Stojkov

Während der Seminartourismus in ländlichen Regionen einen spürbaren Aufwind erlebt, haben die Stadthotels vor allem in Wien weiterhin mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie zu kämpfen. „Es herrscht immer noch große Unsicherheit“, berichtet Andreas Purtscher, Geschäftsführer des Hotel Zeitgeist Vienna.

Das Haus mit 254 Zimmern ist das erste Hotel, das im neuen Wiener Stadtteil, dem Sonnwendviertel, in unmittelbarer Nähe des Hauptbahnhofs errichtet wurde. Bereits 2013, während an der zentralen Wiener Verkehrsdrehscheibe die Bauarbeiten noch in vollem Gang waren, öffnete das Zeitgeist Vienna seine Pforten. Ursprünglich vorwiegend als Hotel für die daneben befindliche Bundesfinanzakademie errichtet, erfreut sich das zu 100% in privater Hand befindliche Haus sowohl bei Geschäftsreisenden als auch bei Privatgästen großer Beliebtheit.

„Zu uns kommen rund 70% Businessgäste und 30 % private Reisende, wobei sich das während der Sommermonate auf eine Verteilung von 50 zu 50 einpendelt“, so Andreas Purtscher. Derzeit zeichnet sich mit einer Auslastung von 60% eine Erholung für das Hotelgeschäft ab. „Wenn sich die Situation in den Herbst hinein weiter stabilisiert, erreichen wir immerhin das Niveau von 2016/17. Vom Boom-Jahr 2019 sind wir allerdings noch weit entfernt, da werden wir bis 2024 benötigen“, schätzt der Geschäftsführer.

Was derzeit vor allem fehlt, sind die Kongressgäste. Wobei das Zeitgeist Vienna hier aufgrund seines Schwerpunktes bei Businessreisenden aus Österreich auf ein Stammpublikum bauen kann. Dieses findet neben der Lage in 300 Meter Nähe zum Bahnhof ein familiäres Service und moderne Designelemente, die dem Haus ein besonderes Flair verleihen. Schon die Lobby, die mit Restaurant & Bar „Pergola“ eine Einheit bildet, lädt zum Wohlfühlen ein. Die Zimmer sind mit hochwertigen Materialien ausgestattet, verfügen über wassersparende Regen-Duschbrausen und die Option, zwischen weicher und harter Matratze zu wählen. Und wer hätte gedacht, dass sich im Innenhof ein ruhiger, windstiller und oftmals sonniger Gastgarten versteckt?

Natur trifft Technik: Seminarzentrum mit Top-Ausstattung

Der große Seminarraum im MEZZANIN. Bild: ©Stephan Huger

Mit dem 2020 eröffneten MEZZANIN bietet das Zeitgeist Vienna auch sieben Räume für Seminare und Events bis zu 140 Personen. „Wir hatten schon vorher viele Anfragen für Veranstaltungen, weil unser Standort dafür prädestiniert ist. Schließlich konnten wir uns mit dem Fitnessstudio, das sich im Haus befand, einigen und dort das MEZZANIN eröffnen“, berichtet Andreas Purtscher.

Auch hier herrschen Naturmaterialien vor, Echtholz dominiert die Einrichtung und das Auge kann sich über viel Grün freuen. Die angenehme Wohnzimmeratmosphäre ist gepaart mit modernster Technik, die auch hybride Meetings ermöglicht. Im größten Raum befinden sich zwei schwenkbare Kameras, mit denen jede Veranstaltung live gestreamt werden kann. Eine an den menschlichen Biorhythmus anpassbare Tageslichtdecke ermöglicht je nach Situation eine aktivierende oder beruhigende Beleuchtung.

Neben der technologischen Aufrüstung des MEZZANIN und der Renovierung der Zimmer wurde während Corona die Digitalisierung im gesamten Haus vorangetrieben. Dazu gehört ein Datenmanagement-Projekt, das derzeit läuft. Zielsetzung ist es, die Gäste mit maßgeschneiderten Angeboten künftig noch individueller ansprechen zu können. Auch das Ein- und Aus-Checken ist im Zeitgeist Vienna nun digital möglich. Ob hier nicht der persönliche Kontakt auf der Strecke bleibt?

„Im Gegenteil“, sagt Andreas Purtscher. „Denn jetzt haben wir mehr Zeit für Beratung, für Empfehlungen und für alles, was dem Gast während seines Aufenthaltes sonst noch am Herzen liegt.“

Geschäftsführer Andreas Purtscher. Bild: ©Zeitgeist Vienna

Neben der hohen Ausstattungsqualität, sehr guter Küche und einem Top-Seminarzentrum dürfen sich die Gäste nun auf noch mehr persönliche Betreuung und individuelles Eingehen auf sämtliche Wünsche freuen.

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